Nr.: 07/10 vom Donnerstag, 28. Januar 2010

DGB Sachsen zu den Arbeitslosenzahlen Januar 2010: Bewährungsprobe kommt erst noch
Der deutliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 30.000 Menschen im Januar 2010 ist nach Auffassung des DGB Sachsen vorrangig jahreszeitlich bedingt. „Die Warnsignale auf dem Arbeitsmarkt dürfen jedoch nicht unterschätzt werden“, sagte der stellv. sächsische DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach.
Die tatsächliche Unterbeschäftigung, bei der auch alle anderen Personen z.B. in Arbeitsmarktinstrumenten mitgezählt werden, ist auf über 370.000 angewachsen. Das entspricht einer tatsächlichen Arbeitslosenquote von 17 %. Insgesamt suchen in Sachsen über 470.000 Menschen Arbeit.
Kritik richtete der DGB-Vize an die Unternehmen in Sachsen: „Trotz aller Appelle und Beschwörungen verschlechtern sich die Beschäftigungschancen von älteren Menschen. Jeder fünfte Arbeitslose in Sachsen ist über 55 Jahre alt. Gerade ältere Menschen wurden zum Jahresende entlassen. Den Sonntagsreden über die Qualität der Arbeit von Älteren, folgt in der Praxis die Entlassung“, sagte Schlimbach. In Sachsen sind knapp 56.000 Menschen über 55 Jahre arbeitslos gemeldet. Gegenüber Dezember 2009 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit unter Älteren um 5 000.
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