Nr.: 22/10 vom Dienstag, 09. März 2010

DGB Sachsen unterstützt Proteste gegen Kürzungen bei Jugend und Gleichstellung
DGB Sachsen unterstützt Proteste gegen Kürzungen bei Jugend und Gleichstellung
Der DGB Sachsen unterstützt die Proteste von Verbänden, Vereinen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Frauenverbänden gegen die drastischen Kürzungen durch die sächsische Staatsregierung. Die DGB-Vorsitzende von Sachsen, Iris Kloppich, sagte:
„Die Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich führen vielleicht heute zu Einsparungen, in den kommenden Jahren wird Sachsen diese Einsparungen durch höhere Ausgaben bezahlen müssen. Es ist eine soziale Katastrophe, dass die bewährten Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe zerschlagen werden. Für Sachsen ist es widersinnig, dass Investitionen in junge Menschen eingespart werden und gleichzeitig das Land unter dem Rückgang von Jugendlichen leidet. Die Förderung von jungen Menschen darf nicht nur in Sonntagsreden vorkommen sondern muss auch ganz praktisch im Alltag und im Haushalt des Freistaates verankert werden.“
Die DGB-Vorsitzende kritisierte auch das Spardogma der sächsischen Staatsregierung. „Die gleichen Parteifreunde von CDU und FDP in Berlin nehmen eine der höchsten Neuverschuldungen in Kauf, um in der Krise nicht an der falschen Stelle zu sparen. Die Sachsen nehmen einen Rückgang der Investitionen in Kauf, den Verlust sozialer Strukturen und damit im Endeffekt ein schwächeres Wirtschaftswachstum. Die Sparpolitik der Staatsregierung macht Sachsen zum Verlierer.“
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