Sonntag, 17. Mai 2009

350.000 gehen in Europa auf die Straße

Europaweit sind vom 14.05. bis 16.05.2009 mehr als 350.000 Menschen dem Aufruf des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) gefolgt und haben sich an den Demonstrationen in Madrid, Brüssel, Berlin und Prag beteiligt.
In Prag demonstrierten am 16.05.2009 mehr als 30.000 Gewerkschafter für eine nachhaltige Bekämpfung der Wirtschaftskrise und die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen in Europa. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Tschechien, Deutschland, Polen, Österreich, Bulgarien, Rumänien und vielen weiteren europäischen Ländern. Aus Deutschland nahmen rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen an der Demonstration teil.
In seiner Rede an der Prager Burg forderte der sächsische DGB-Vorsitzende Hanjo Lucassen die Regierungen in Europa und die EU-Kommission auf, endlich etwas für den Erhalt der Arbeitsplätze in Europa zu tun. „Nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern die Banker haben das Geld verzockt. Die Verursacher müssen die Zeche zahlen.“
Mit Blick auf die im Juni anstehenden Europawahlen forderte er ein sozialeres Europa, in dem das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ gilt. Er rief die Menschen dazu auf, sich an der Europawahl zu beteiligen. „Wir müssen das Europäische Parlament mit einer hohen Wahlbeteiligung stärken. Keine Stimme für diejenigen, die Armutslöhne und den Abbau von Arbeitnehmerrechten befürworten!“, so der sächsische DGB-Vorsitzende Hanjo Lucassen.
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